Yogamatte reinigen: So wird deine Matte wieder richtig sauber

Yogamatte mit Essigwasser reinigen
Yogamatte mit Essigwasser reinigen

Ob im Yogastudio oder in den eigenen vier Wänden – deine Matte ist ein dein treuer Begleiter bei all deinen Yoga-Übungen. 

Bei regelmäßiger Benutzung lässt es sich jedoch kaum vermeiden, dass die Matte mit der Zeit einen unangenehmen Geruch annimmt und schmutzig wird. Schon alleine unser Schweiß reicht dafür aus.

In diesem Artikel erfährst du, wie du deine Yogamatte reinigen kannst, damit du stets mit einer sauberen Matte trainierst.

Schmutz von vornherein vermeiden

Natürlich können wir nicht verhindern, dass die Yogamatte mit der Zeit etwas schmutzig wird. Es gibt jedoch einige Möglichkeiten, allzu große Verschmutzungen zu verhindern.

Manche Menschen tragen beim Yoga gerne rutschfeste Socken, Barfußschuhe oder gar spezielle Yogaschuhe. Viele Profis trainieren für eine bessere Erdung jedoch lieber barfuß.

Was auch immer du bevorzugst, deine Yogamatte solltest du nur mit sauberen Socken, Schuhen oder Füßen betreten. Das gehört nicht nur zur guten Etikette, sondern verhindert außerdem grobe Verschmutzungen.

Aber nicht nur unsere Füße kommen während der Übungen mit der Matte in Kontakt, sondern auch unsere Hände. Deshalb solltest du dir vor der Yogastunde auch die Hände gründlich waschen.

Yogamatte reinigen – Für jedes Material die richtige Pflege

Yogamatte sauber machen
Yogamatte sauber machen

Yogamatten gibt es mittlerweile aus ganz verschiedenen Materialien. Die gängigsten Matten sind entweder aus TPE, PVC, Baumwolle, Kork oder Naturkautschuk.

Jedes dieser Materialien hat andere Anforderungen bezüglich der Reinigung. Hier erfährst du, wie du Yogamatten aus verschiedenen Materialien reinigen kannst.

Yogamatte aus TPE reinigen

Yogamatten aus TPE (Thermoplastische Elastomere) sind sehr beliebt, da sie höchsten Komfort beim Training bieten. Sie sind leicht, weich, rutschfest und formstabil. 

Obendrein sind sie umweltverträglicher als ihre Kollegen aus PVC, da TPE recycelbar ist. TPE zählt daher zu den umweltfreundlichen Kunststoffen.

Die positiven Eigenschaften setzen sich auch beim Thema Reinigung fort, da Yogamatten aus TPE leicht zu reinigen sind.

Nach der Yogastunde solltest du deine TPE Matte grundsätzlich mit einem feuchten Tuch abwischen. 

Zur gründlicheren Reinigung ist ein spezieller Yogamatten-Reiniger aus der Sprühflasche gut für TPE-Matten geeignet. Damit sprühst du deine Matte ein und wischst einfach mit einem feuchten Tuch nach. Danach muss die Matte getrocknet werden.

Wenn du dir kein fertiges Reinigungsspray für Yogamatten kaufen möchtest, dann kannst du dir auch einfach selber ein eigenes Reinigungsmittel anmischen. Wie das geht, erfährst du weiter unten in diesem Artikel.

Zur gründlichen Reinigung können TPE-Matten auch mit einem Gemisch aus Wasser und Seife oder Wasser und Essig abgewischt werden. Verwende dazu auf 1 Liter Wasser ca. 5 Esslöffel Essig oder alternativ einen Spritzer mildes Spülmittel.

Yogamatte aus PVC reinigen

Yogamatten aus PVC sind sicherlich immer noch die Klassiker unter den Matten. Sie sind rutschfest, relativ robust, lange haltbar, pflegeleicht und meist auch recht günstig in der Anschaffung. 

Allerdings ist das Material PVC nicht umweltfreundlich, da es von der Natur nicht abgebaut werden kann. PVC kann darüber hinaus Weichmacher enthalten. Außerdem entstehen bei der Verbrennung Schadstoffe.

Bei der Reinigung sind PVC-Matten jedoch unkompliziert und können genauso gereinigt werden wie TPE-Matten.

Yogamatte aus Baumwolle reinigen

Für bestimmte Yoga-Stile, wie zum Beispiel Bikram und Ashtanga, sind Yogamatten aus Baumwolle sehr beliebt. 

Baumwolle hat den Vorteil, dass es Feuchtigkeit wie Schweiß gut aufnimmt. Obendrein ist Baumwolle schön weich und umweltfreundlich. 

Auch der Transport ist unkompliziert, da Yogamatten aus Baumwolle einfach zusammengefaltet werden können und so weniger Platz als andere Unterlagen einnehmen.

Extrem unkompliziert sind Matten aus Baumwolle in Sachen Reinigung. In der Regel können sie einfach bei 30 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden (Herstellerangaben beachten). Noch schonender ist eine Handwäsche. Der Trockner ist jedoch tabu, da sie sonst eingehen könnten.

Zum Trocknen werden sie einfach auf Wäscheleine oder Wäscheständer aufgehängt.

Yogamatte aus Naturkautschuk reinigen

Yogamatten aus Naturkautschuk haben den Vorteil, dass sie extrem rutschfest sind. Selbst bei starkem Schwitzen bieten sie noch guten Halt und fühlen sich gut auf der Haut an.

Außerdem sind sie umweltfreundlich und biologisch abbaubar, da Kautschuk ein natürliches Material ist.

Bei der Reinigung sind Yogamatten aus Naturkautschuk jedoch ein wenig anspruchsvoller. Seife oder Spüli sollte nicht verwendet werden.

Am besten gelingt die Reinigung mit einem Gemisch aus Wasser und Essig. Dazu kannst du auf einen Liter Wasser ca. 5 Esslöffel Essig geben und gut vermischen. Nun befeuchtest du ein weiches Tuch mit dieser Mischung und wischst damit über deine Matte. 

Alternativ kannst du das Gemisch auch in eine Sprühflasche geben und als Spray über der Matte verteilen, und mit einem trockenen Tuch nachwischen.

Danach muss die Matte gründlich trocknen, bevor sie wieder verwendet werden darf.

Yogamatte aus Kork reinigen

Yogamatten aus Kork sind schalldämmend, wärmedämmend und haben stoßdämpfende Eigenschaften. Zudem fühlt sich Kork angenehm auf der Haut an und wirkt wasserabweisend.

Ferner ist Kork ein sehr umweltfreundliches und nachwachsendes Material, welches biologisch abbaubar ist.

In Sachen Reinigung ist Kork recht unkompliziert. Das Material hat bereits von sich aus pilz- und bakterienabweisende Eigenschaften (siehe Lexikon der Biologie, Spektrum), und besitzt somit eine Art Selbstreinigung.

Um eine Yogamatte aus Kork zu reinigen, genügt es, sie nach dem Training mit einem feuchten Tuch abzuwischen. Zur gründlicheren Reinigung kann auch hier wieder eine Mischung aus Wasser und Essig verwendet werden. Auch die Reinigung mit einem Yogamatten-Reiniger ist möglich.

Wie immer muss die Matte vor der nächsten Benutzung ordentlich getrocknet werden.

Gut trocknen lassen

Nach jeder Reinigung muss die Yogamatte gut durchtrocknen. Dazu wird sie am besten wie ein Wäschestück auf der Wäscheleine oder einem Wäscheständer aufgehängt. Allerdings solltest du die Matte nicht in der Sonne trocknen lassen, da dadurch die Oberfläche zu stark austrocknen würde und porös werden könnte.

Je nach Reinigung und Material kann es bis zu 48 Stunden dauern, bis die Matte wieder trocken ist. Beachte diese Trockenzeit bei der Planung deines nächsten Trainings.

Unbedingt beachten: Die Yogamatte darf auf keinen Fall zusammengerollt werden, wenn sie noch feucht ist. Ansonsten können sich Bakterien und Keime vermehren und es kann sogar Schimmel entstehen. Die Matte könntest du dann direkt entsorgen.

Yogamatte mit Yogamatten Reiniger reinigen

Wer es sich möglichst leicht machen will, kann mittlerweile auf einige gute Yogamatten Reiniger zurückgreifen. Diese Reiniger kommen in der Regel bereits in einer praktischen Sprühflasche daher und können direkt verwendet werden.

Die Anwendung ist denkbar einfach:

  • Yogamatte mit dem Reiniger einsprühen
  • Kurz einwirken lassen
  • Mit einem weichen Tuch abwischen

Da viele Reiniger auch bereits ätherische Öle enthalten, wird die Matte damit nicht nur gereinigt und gepflegt, sondern auch gleich desinfiziert.

Yogamatten Spray selber machen (Reinigungsspray für die Matte)

Wenn du dir keinen fertigen Yogamatten-Reiniger kaufen möchtest, kannst du dir auch ganz einfach selber einen herstellen.

Dazu benötigst du folgende Materialien und Zutaten

  • eine leere Sprühflasche (500 ml)
  • 400 ml destilliertes Wasser
  • 60 ml Apfelessig (ca. 4 Esslöffel)
  • 20 Tropfen Teebaumöl
  • 25 Tropfen Lavendelöl

Anleitung:

Fülle das destillierte Wasser in die Sprühflasche und gebe den Apfelessig dazu. Tropfe nun 20 Tropfen Teebaumöl und 25 Tropfen Lavendelöl in die Flasche. Schüttel die Flasche ordentlich durch. Sobald sich die Luftblasen aufgelöst haben, ist der Reiniger bereit zur Verwendung.

Yogamatte mit selbst gemachten Yogamattenreiniger Spray reinigen
Yogamatte mit selbst gemachten Yogamattenreiniger Spray reinigen

Wenn du den Geruch von Lavendel nicht magst, dann kannst du auch andere ätherische Öle verwenden, wie zum Beispiel Pfefferminzöl, Organgenöl, Zitronengrasöl, Zedernholzöl, und weitere. Wenn du geruchsempfindlich bist, dann kannst du diese Öle auch ganz weglassen und lediglich Teebaumöl verwenden.

Wie oft sollte eine Yogamatte gereinigt werden?

Grundsätzlich empfiehlt es sich, eine Yogamatte nach jeder Benutzung kurz zu reinigen. In den meisten Fällen reicht es aus, sie nach dem Training mit einem feuchten Tuch abzuwischen.

Wenn du deine Matte jedoch nur Indoor in sauberer Umgebung benutzt, muss eine Reinigung vielleicht nicht nach jeder Trainingsstunde sein. Das kannst in letzter Instanz nur du selber entscheiden. Wichtig ist, dass du dich beim Training wohlfühlst.

Bei regelmäßiger Nutzung ist es jedoch angebracht, die Matte einmal im Monat einer Grundreinigung zu unterziehen.

Darf man eine Yogamatte in der Waschmaschine waschen?

An der Frage, ob man eine Yogamatte in der Waschmaschine waschen darf, scheiden sich die Geister. Manchmal liest man, dass Matten aus Kunststofffasern in der Waschmaschine gewaschen werden dürfen. Andererseits wird aber auch oft genau davon abgeraten.

Wir persönlich verzichten auf eine Reinigung in der Waschmaschine, da dies unserer Ansicht nach der Matte nicht guttun würde. Wir glauben, dass die Matte dadurch schneller kaputtgehen und außerdem ihre Rutschfestigkeit verlieren würde.

Es gibt zwar Hersteller, welche die Maschinenwäsche ausdrücklich erlauben, aber gleichzeitig empfehlen, diese Art der Reinigung nur selten anzuwenden, um die Matte zu schonen

Falls du das versuchen möchtest, dann solltest du ein schonendes Handwaschprogramm, nur sehr wenig Waschmittel und eine niedrige Temperatur (30 Grad) wählen. Auf das Schleudern solltest du zudem verzichten. Auch der Wäschetrockner ist tabu.

Allenfalls Yogamatten aus 100 % Baumwolle würden wir in die Waschmaschine geben, sofern es der Hersteller ausdrücklich erlaubt.

Letztlich ist das Waschen in der Waschmaschine unserer Ansicht nach auch gar nicht notwendig, da es genügend andere Möglichkeiten gibt, eine Yogamatte gründlich zu reinigen.

Kann man eine Yogamatte in der Badewanne reinigen?

Zur gelegentlichen Intensivreinigung kannst du PVC-Matten zur Reinigung in die Badewanne oder Dusche legen. Dann mischst du dir in einer Schüssel 1 Liter leicht warmes Wasser mit ein paar Tropfen Spülmittel oder milder Seife. 

Alternativ kannst du anstatt Spülmittel auch 5 Esslöffel Essig nehmen. Gerne wird für diese Zwecke Apfelessig genommen, da dieser dezenter riecht.

Mit einem weichen Schwamm kannst du deine Matte nun mit dieser Mischung abwischen, sodass sich der Schmutz löst. Das machst du mit beiden Seiten.

Danach kannst du die Matte in der Wanne mit kaltem Wasser kurz (!) abbrausen und mit einem Handtuch gründlich, aber behutsam abtrocknen.

Nach dieser Prozedur muss die Matte wieder zum Trocknen aufgehängt werden. Mit einer Trockenzeit von ca. 48 Stunden solltest du rechnen.

Yogamatte desinfizieren

Wenn du deine Yogamatte, wie eben beschrieben, mit einer Mischung aus Wasser und Essig reinigst, dann tust du schon genug in Sachen Desinfektion. Denn Essig wirkt antibakteriell.

Zur Desinfektion werden aber auch gerne Teebaumöl und andere ätherische Öle verwendet.

Aus Teebaumöl und destilliertem Wasser kannst du dir einen eigenen Reiniger zur Desinfektion als Spray anmischen. Wie das geht, haben wir bereits weiter oben beschrieben. Diese Mischung sprühst du auf deine Matte und wischst sie danach mit einem weichen Tuch ab.

Auch viele fertige Yogamatten-Reiniger enthalten bereits ätherische Öle und können daher zur Desinfektion genutzt werden.

Wann wird es Zeit für eine neue Yogamatte?

Auch bei guter Pflege halten Yogamatten nicht ewig. Insbesondere dann nicht, wenn sie regelmäßig verwendet werden. Aber wann ist es denn Zeit für eine neue Matte?

Wann die Zeit deiner Matte abgelaufen ist, merkst du an verschiedenen Dingen. Wenn deine Matte zum Beispiel trotz regelmäßiger Reinigung ständig stinkt, macht es keinen Spaß mehr auf ihr zu trainieren. Dann solltest du dich nach einer neuen Unterlage umschauen.

Auch wenn du merkst, dass die Matte dünner wird, sich die obersten Schichten ablösen oder du ständig darauf ausrutschst, wird es Zeit für eine neue Matte.

Fazit

Für eine Kurzreinigung nach dem Training genügt es in der Regel, die Yogamatte mit einem feuchten Lappen abzuwischen. Gründlicher und ebenso schnell funktioniert die Reinigung mit einem praktischen Yogamatten-Reiniger aus der Sprühflasche.

Zur regelmäßigen Grundreinigung können je nach Material Mischungen aus Wasser und Essig, oder Wasser und Seife zum Einsatz kommen.

Letzte Aktualisierung am 6.10.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API